Kosten sichtbar machen
Verbräuche eindeutig Maschinen, Anlagen, Mietern oder Gebäudebereichen zuordnen – statt sie über einen Verteilschlüssel zu schätzen.
Entwickelt & produziert in der Schweiz
Der Professional II misst dreiphasig – direkt bis 100 A oder über Stromwandler – und speichert den Lastgang im Gerät. Seine Werte sind MID-konform und damit für die interne wie die externe Verrechnung zugelassen. Montiert wird der Drehstromzähler auf der DIN-Schiene.

Zertifizierungen
Ein Zähler, der abrechnen soll, muss mehr können als messen. Der Professional II trägt die Zulassungen, die in der Schweiz und in der EU für Verrechnung, Drittmengenabgrenzung und Energiemanagement verlangt werden.
100’000
Messwerte im Lastgangspeicher
3 Jahre
Historie im Gerät
4
Tarife für Bezug und Lieferung
| MID B+D | Zugelassen für Verrechnung in der EU |
|---|---|
| PTB-A 20.1 | Eichrechtskonform |
| PTB-A 50.7 | Drittmengenabgrenzung und Energiemanagement |
| ISO 50001 | Geeignet für Energiemanagementsysteme |
| CLC/TR 50579 | Messgenau auch bei Photovoltaik |
Schnittstellen
Den Professional II gibt es in Ausführungen mit unterschiedlichen Schnittstellen. Die Wahl ist keine Nebensache: Sie entscheidet über Verkabelung, Netzwerkplanung und Auslesetakt und darüber, welche Systeme später an dieselben Werte kommen. Deshalb hat jede Schnittstelle eine eigene Seite – mit dem Prinzip dahinter, der Auslegung und dem typischen Zusammenspiel mit dem EMU M-Center.
Eine Faustregel vorweg: M-Bus, wenn im Gebäude viele Zähler verschiedener Medien zusammenkommen. RS-485, wenn Leittechnik und Automatisierung ohnehin Modbus sprechen. TCP/IP, wenn Ethernet liegt und die Daten in die Cloud oder auf ein Dashboard sollen. LoRa, wenn kein Kabel mehr hinkommt.
M-BusZwei Adern, verpolungssicher, bis 250 Zähler am M-Center RS-485 / Modbus RTUFeldbus für Leittechnik, Registerzugriff TCP/IPModbus TCP und MQTT direkt im Netzwerk LoRaFunk im EU868-Band, TTN-Template inklusive KNXAb Q1 2027
Die Schnittstelle wird oft nach dem gewählt, was der Elektriker kennt, und nicht danach, wohin die Daten später sollen. Wenn in zwei Jahren eine Abrechnung oder ein Dashboard dazukommt, ist die Entscheidung bereits verbaut. Deshalb klären wir am Anfang eines Projekts lieber das Zielsystem als die Klemmenbelegung.
Ausführungen
Zwei Entscheidungen bestimmen die Ausführung: Fliesst der Strom direkt durch den Zähler oder über Wandler, und über welche Schnittstelle sollen die Werte das Gerät verlassen. Die Bezeichnung auf der Frontblende hält beides fest.
Messbereich 0,25–5(100) A · −25 bis +70 °C · Klasse B für Wirkenergie, Klasse 2 für Blindenergie

Direktanschluss 100 A
Webserver, Modbus TCP, MQTT und NTP im Gerät.
TCP/IP erklärt

Direktanschluss 100 A
LoRaWAN 1.0.3 im Band 863–870 MHz. Mit interner Antenne oder zusätzlich mit SMA-Anschluss für eine externe Antenne.
LoRa erklärt
Messbereich 0,01–1(6) A sekundär · Temperaturbereich je nach Ausführung, siehe Aufdruck auf der Frontblende · passende Stromwandler

Stromwandler /5 und /1 A
Wandlerverhältnis mehrfach konfigurierbar.
2×2 M-Bus-Klemmen
M-Bus erklärt

Stromwandler /5 und /1 A
Wandlerverhältnis mehrfach konfigurierbar.
Modbus RTU über RS485
RS-485 erklärt

Stromwandler /5 und /1 A
Wandlerverhältnis mehrfach konfigurierbar.
Webserver, Modbus TCP, MQTT und NTP im Gerät.
TCP/IP erklärt

Stromwandler /5 und /1 A
Wandlerverhältnis mehrfach konfigurierbar.
Mit interner LoRa-Antenne oder zusätzlich mit SMA-Anschluss für eine externe Antenne.
LoRa erklärt


| Ausführung | Schnittstelle | Artikelnummer |
|---|---|---|
| EMU Professional II 3/100 – Direktanschluss 100 A | ohne Schnittstelle | P20A0000 |
| EMU Professional II 3/100 M-Bus – Direktanschluss 100 A | M-Bus | P20A000M |
| EMU Professional II 3/100 RS485 – Direktanschluss 100 A | Modbus RTU (RS-485) | P20A000MO |
| EMU Professional II 3/100 TCP/IP – Direktanschluss 100 A | TCP/IP | P20A000T |
| EMU Professional II 3/100 LoRa – Direktanschluss 100 A | LoRa, interne Antenne | P20A000LO |
| EMU Professional II 3/100 LoRa ext. Antenne – Direktanschluss 100 A | LoRa, interne Antenne und SMA-Anschluss für externe Antenne | P20A000LE |
| EMU Professional II 3/100 KNX – Direktanschluss 100 A | KNX (ab Q1 2027) | P20A000K |
| EMU Professional II 3/5 – Wandleranschluss | ohne Schnittstelle | P21A0000 |
| EMU Professional II 3/5 M-Bus – Wandleranschluss | M-Bus | P21A000M |
| EMU Professional II 3/5 RS485 – Wandleranschluss | Modbus RTU (RS-485) | P21A000MO |
| EMU Professional II 3/5 TCP/IP – Wandleranschluss | TCP/IP | P21A000T |
| EMU Professional II 3/5 LoRa – Wandleranschluss | LoRa, interne Antenne | P21A000LO |
| EMU Professional II 3/5 LoRa ext. Antenne – Wandleranschluss | LoRa, interne Antenne und SMA-Anschluss für externe Antenne | P21A000LE |
| EMU Professional II 3/5 KNX – Wandleranschluss | KNX (ab Q1 2027) | P21A000K |
Die Fotos zeigen Mustergeräte. Massgebend für Ihre Bestellung sind Artikelnummer und Datenblatt – Datenblatt und Handbücher stehen weiter unten zum Download.
Nutzen
Verbräuche eindeutig Maschinen, Anlagen, Mietern oder Gebäudebereichen zuordnen – statt sie über einen Verteilschlüssel zu schätzen.
Der Lastgang zeigt, wann die Spitzen entstehen und wo sich Leistungskosten senken lassen – gespeichert im Gerät, auch ohne Leitsystem.
Laufend erfasste, nachvollziehbare Messwerte als Grundlage für ein Energiemanagement nach ISO 50001.
MID-konforme Daten für interne und externe Verrechnungen, inklusive Drittmengenabgrenzung.
Bis zu vier Tarife für Bezug und Lieferung – auch für Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und Mieterstrom.
Die TCP/IP-Ausführung sendet ihre Werte per MQTT an Dashboards und Cloud-Dienste.
Lastgangspeicher
Die meisten Zähler zeigen einen Zählerstand. Der beantwortet die Frage „wie viel“, aber nie die Frage „wann“. Und genau am „wann“ hängen die Leistungskosten: Zwei Betriebe mit demselben Jahresverbrauch zahlen deutlich Unterschiedliches, je nachdem, ob sich der Bezug gleichmässig verteilt oder sich in wenigen Viertelstunden ballt.
Der Professional II speichert deshalb über 100’000 Messwerte intern, was bis zu drei Jahren Historie entspricht. Entscheidend ist der Zusatz: auch ohne Leitsystem. Der Zähler ist nicht darauf angewiesen, dass jemand regelmässig abfragt. Fällt die Auslesung für zwei Wochen aus – Netzwerkumbau, defektes Gateway, Ferien –, gehen keine Werte verloren; sie werden beim nächsten Auslesen nachgeholt.
Das verschiebt auch die Projektlogik. Sie können Zähler montieren und messen lassen, bevor das Energiemanagement überhaupt existiert. Wenn Joulio-Web oder ein Leitsystem später dazukommt, ist bereits ein Jahr Historie vorhanden, statt bei null anzufangen.
Bis zu vier Tarife für Bezug und Lieferung trennen Hoch- und Niedertarif ebenso wie eingespeiste von bezogener Energie. In Eigenverbrauchsgemeinschaften und bei Mieterstrom ist das die Grundlage dafür, dass am Ende jede Partei das abgerechnet bekommt, was sie tatsächlich bezogen oder geliefert hat.
Bei einer Reklamation lässt sich der strittige Zeitraum nachträglich aufrollen, statt ihn zu schätzen. Das ist der Unterschied zwischen einer Diskussion und einer Auswertung.
Einsatzbereiche
Verbrauch je Maschine oder Linie, als Grundlage für Effizienzprojekte und ISO 50001 / ISO 14001.
Verbrauch je Mieteinheit oder Gebäudebereich.
Abrechenbare Messung an Ladepunkten.
Messgenau nach CLC/TR 50579, mit Tarifen für Bezug und Lieferung.
Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und Mieterstrom sauber aufteilen.
Submetering im Bestand, auch bei gemischten Zählerlandschaften.
Dokumente
Datenblatt, Quickstart und Handbuch
PDF Datenblatt1440 · Deutsch PDF Quickstart1450 · Deutsch / English PDF Handbuch1451 · Deutsch
Je ein Handbuch pro Ausführung
PDF M-Bus-Schnittstelle1480 · Deutsch PDF TCP/IP-Schnittstelle1475 · Deutsch PDF Modbus-Register1485 · Deutsch PDF LoRa-Schnittstelle1490 · Deutsch ZIP TCP/IP Update ToolFirmware-Update der TCP/IP-Version
Decoder, Payload-Werkzeuge und TTN-Template
GIT LoRa DecoderRepository emuag/professional_II_lora GIT Payload GeneratorQuelle auf GitHub WEB Payload DecoderIm Browser ausführbar WEB Payload GeneratorIm Browser ausführbar
Häufige Fragen
Direktanschluss oder Wandler, Eichfrist, Mieterstrom, ZEV und LEG, Schnittstellen: die Antworten stammen aus Datenblatt und Handbüchern zum Zähler sowie aus den geltenden Schweizer Rechtsgrundlagen.
Zulassung, Genauigkeit und Eichung Direktanschluss Wandleranschluss Montage, Gehäuse und Umgebung Lastgang und Datenspeicher Schnittstellen Mieterstrom, ZEV und LEG
Der EMU Professional II ist ein dreiphasiger Energiezähler für die 35-mm-DIN-Schiene. Er misst Wirk- und Blindenergie in beide Richtungen, speichert den Lastgang im Gerät, kennt bis zu vier Tarife und gibt die Werte je nach Ausführung über M-Bus, Modbus RTU, TCP/IP oder LoRa aus. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Drehstromzähler, Dreiphasenzähler, 3-Phasen-Stromzähler oder, wegen der Montage auf der DIN-Schiene, Hutschienenzähler.
Für Wirkenergie Klasse B nach EN 50470-3, das entspricht einer Abweichung von einem Prozent. Für die weiteren Messgrössen gilt Klasse 2 nach EN 62053, also zwei Prozent. Beide Klassen gelten über den gesamten Messbereich und nicht nur im Nennpunkt.
Ja. Der Zähler ist nach MID Modul B+D zugelassen, eichrechtskonform nach PTB-A 20.1 und in den Lastgang-Ausführungen zusätzlich nach PTB-A 50.7 für Drittmengenabgrenzung und Energiemanagement zertifiziert.
Elektronische Wirkenergiezähler müssen nach Artikel 6 der Verordnung des EJPD über Messmittel für elektrische Energie und Leistung (EMmV, SR 941.251) alle zehn Jahre von einer ermächtigten Eichstelle nachgeeicht werden. Zähler mit elektromechanischem Messwerk haben eine Frist von fünfzehn Jahren.
Ja. Für direkt messende Wirkenergiezähler ohne vorgeschaltete Wandler erlaubt Artikel 6 Absatz 2 EMmV ein statistisches Stichprobenverfahren nach Anhang 4. Besteht ein Los die Stichprobe, behalten alle Zähler des Loses ihre Eichgültigkeit für weitere fünf Jahre.
Die Verantwortung liegt bei der Person, die das Messmittel verwendet, also in der Regel beim Eigentümer oder Betreiber der Anlage. Das gilt auch für Unterzähler in einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, nicht nur für Zähler des Verteilnetzbetreibers.
Ja. Der Professional II erfüllt CLC/FprTR 50579 und misst auch bei Oberschwingungen im Bereich von 2 bis 150 Kilohertz richtig, wie sie Wechselrichter erzeugen. Er zählt Bezug und Lieferung getrennt, was für Eigenverbrauchsanlagen erforderlich ist.
In der Schweiz. Entwicklung, Leiterplattenbestückung, Endmontage und Prüfung finden im Land statt, der technische Support kommt aus Baar im Kanton Zug.
Beim Direktanschluss fliesst der gesamte Laststrom durch den Zähler. Es braucht keine Stromwandler und keine Umrechnung. Das vereinfacht die Installation, begrenzt aber den messbaren Strom auf das, was die Klemmen des Geräts aushalten.
Die Direktanschlussvariante 3/100 misst bis 100 Ampere je Phase. Darüber hinaus ist ein Wandleranschluss erforderlich. Bei Anlagen, die nahe an 100 Ampere liegen, ist der Wandleranschluss die robustere Wahl.
Beim Direktanschluss 1,5 bis 35 Quadratmillimeter. Das Anzugsmoment beträgt 2 Newtonmeter, maximal zulässig sind 3 Newtonmeter. Zu geringes Moment führt zu Übergangswiderständen und Erwärmung an der Klemme.
Der Anlaufstrom der Direktanschlussvariante liegt bei 20 Milliampere. Kleinere Ströme erfasst der Zähler nicht. Für Standby-Messungen einzelner Geräte ist das die untere Grenze.
400 Volt Wechselspannung zwischen den Aussenleitern mit einer Toleranz von plus/minus 20 Prozent, entsprechend 230 Volt gegen Neutralleiter. Nennfrequenz 50 Hertz, 60 Hertz auf Anfrage. Der Messbereich reicht von 40 bis 65 Hertz.
Sobald der zu erwartende Dauerstrom 100 Ampere überschreitet oder die Zuleitung einen Querschnitt über 35 Quadratmillimeter hat. Auch beengte Platzverhältnisse im Verteiler sprechen für Wandler, weil dann nur dünne Messleitungen zum Zähler führen.
Beim Wandleranschluss messen Stromwandler den Laststrom und bilden ihn auf einen kleinen Sekundärstrom von 5 oder 1 Ampere ab. Nur dieser Sekundärstrom läuft durch den Zähler. So lassen sich Anlagen bis in den Kiloampere-Bereich messen.
Bei der Variante mit 5 Ampere Sekundärstrom von 5/5 bis 20’000/5 in Schritten von 5 Ampere. Bei der Variante mit 1 Ampere Sekundärstrom von 1/1 bis 4’000/1. Das Verhältnis wird im Zähler hinterlegt, der die Werte dann auf die Primärseite hochrechnet.
Die Variante 3/5 verträgt dauerhaft bis 6 Ampere Sekundärstrom. Der Anlaufstrom liegt bei 1 Milliampere, der Zähler erfasst also auch sehr kleine Lasten im Verhältnis zur Wandlergrösse.
1 bis 6 Quadratmillimeter Leiterquerschnitt, Anzugsmoment 0,8 Newtonmeter, maximal 1 Newtonmeter. Die Stromwandlerkreise dürfen im Betrieb nie offen sein, weil sonst gefährlich hohe Spannungen entstehen.
Ja. Ohne korrekt hinterlegtes Verhältnis rechnet der Zähler die Sekundärwerte falsch hoch und die Abrechnung stimmt nicht. Die Einstellung ist im Quickstart zum Professional II beschrieben und sollte bei der Inbetriebnahme protokolliert werden.
Nach Artikel 13 Absatz 1 EMmV ist die Eichgültigkeit induktiver und kapazitiver Messwandler unbegrenzt. Bei anderen Wandlertypen kann das Bundesamt bei der Zulassung im Einzelfall eine Nacheichfrist festlegen.
Die Gesamtgenauigkeit ergibt sich aus Zähler und Wandler zusammen. Der Zähler erfüllt Klasse B nach EN 50470-3. Damit das in der Praxis trägt, muss die Wandlerklasse dazu passen und die Bürde innerhalb der Spezifikation des Wandlers liegen.
90 mal 91 mal 72 Millimeter, das sind 5 Teilungseinheiten auf der 35-mm-DIN-Schiene. Das Gewicht liegt bei rund 350 Gramm.
Das Gehäuse erfüllt IP51, die Klemmen IP20. Der Zähler ist in Schutzklasse II ausgeführt. Für den Einsatz im Freien oder in feuchter Umgebung braucht es ein entsprechendes Gehäuse.
Der Bereich beginnt bei minus 25 Grad Celsius; die obere Grenze hängt von der Ausführung ab und steht auf der Frontblende – bei den Direktanschlussvarianten 3/100 sind es plus 70 Grad, bei mehreren Wandlervarianten 3/5 plus 55 Grad. Die mechanische Umgebungsklasse ist M2, die elektromagnetische E2.
Je nach Ausführung zwei oder vier Tarife. Die Umschaltung erfolgt über Steuereingänge mit 230 Volt Wechselspannung. Bezug und Lieferung werden getrennt gezählt, sodass auch Einspeisetarife abgebildet werden können.
Der Lastgangspeicher legt den Verbrauch in festen Intervallen ab, beim Professional II alle 15 Minuten. Daraus lassen sich Lastspitzen, Standby-Verbräuche und Betriebszeiten erkennen. Für Leistungstarife und für Energiemanagement nach ISO 50001 ist das die Datengrundlage.
Über 100’000 Messwerte, das entspricht mehr als drei Jahren Historie bei 15-Minuten-Werten. Der Zähler speichert unabhängig davon, ob ein Leitsystem angeschlossen ist.
Die interne Uhr läuft 18 Tage gepuffert weiter. Die Messwerte liegen im EEPROM und bleiben dort mindestens zehn Jahre erhalten. Nach Rückkehr der Spannung zählt das Gerät ohne Dateneingriff weiter.
Weil nur zeitlich aufgelöste Werte zeigen, welche Menge zu welchem Zeitpunkt an Dritte weitergegeben wurde. Die Lastgang-Ausführungen des Professional II sind dafür nach PTB-A 50.7 zertifiziert.
Je nach Ausführung M-Bus, Modbus RTU über RS-485, TCP/IP oder LoRa. Dazu kommen ein S0-Impulsausgang und eine optische Schnittstelle. Für jede Ausführung gibt es ein eigenes Schnittstellen-Handbuch.
1,5 Milliampere, also genau eine M-Bus-Standardlast. Primäradressen sind von 0 bis 250 einstellbar, die Sekundäradresse ist achtstellig. Ab Werk sind Primäradresse 000, 2400 Baud und die Seriennummer als Sekundäradresse eingestellt.
300 bis 9600 Baud. In grösseren Installationen hat sich 2400 Baud bewährt, weil die Reichweite bei höheren Baudraten deutlich abnimmt. Das EMU M-Center liest die Zähler in diesem Raster aus.
Der Zähler belegt ein Achtel einer Unit Load am RS-485-Strang und arbeitet mit 9600 bis 115’200 Baud. Die Registerbelegung steht im Schnittstellen-Handbuch Modbus.
Sie hat einen RJ45-Anschluss mit 100 Megabit im Vollduplex und bringt einen Webserver, Modbus TCP, eine HTTP-GET-Schnittstelle und NTP-Zeitsynchronisation mit. Ab Werk bezieht sie ihre Adresse per DHCP. MQTT ermöglicht die direkte Anbindung an Dashboards und Cloud-Dienste.
863 bis 870 Megahertz, LoRaWAN 1.0.3, standardmässig Klasse C, Klasse A ist möglich. Der Beitritt erfolgt über OTAA oder ABP.
Ja. Im The Things Network steht der EMU Professional II LoRa als Template bereit. Für andere Systeme stellt EMU den Decoder auf GitHub zur Verfügung, dazu einen Payload-Generator und einen Payload-Decoder als Web-Werkzeuge.
Der Ausgang entspricht EN 62053-31 und ist als Opto-MOSFET für 5 bis 60 Volt Gleich- oder Wechselspannung ausgeführt. Einstellbar sind 1, 10, 100, 1000 oder 10’000 Impulse pro Kilowattstunde und Impulslängen von 2, 10, 30, 40 oder 120 Millisekunden.
Ja, eine Infrarot-Schnittstelle nach D0 gemäss EN 62056-21. Sie dient zum Auslesen vor Ort, unabhängig von der Busverkabelung.
Das M-Center liest den Zähler über M-Bus oder Modbus RTU aus, speichert die Werte und gibt sie über MQTT, BACnet IP, OPC UA, Modbus TCP, API, FTP oder E-Mail weiter. Die Lastgang-Funktion des M-Center setzt den EMU Professional II voraus.
Der Verteilnetzbetreiber misst am Anschlusspunkt des Gebäudes. Die Aufteilung auf die einzelnen Mietparteien läuft über Unterzähler, die der Eigentümer beschafft und betreibt. Diese Zähler müssen den Anforderungen des Messmittelrechts genügen, weil mit ihren Werten abgerechnet wird.
Mehrere Endverbraucher am selben Ort schliessen sich zusammen und treten dem Netzbetreiber gegenüber als ein einziger Endverbraucher auf. Rechtsgrundlage sind Artikel 17 und 18 des Energiegesetzes, in der seit dem 1. Januar 2025 geltenden Fassung. Nach Artikel 17 Absatz 2 EnG können Mieter und Pächter einbezogen werden.
Beim virtuellen Zusammenschluss bleiben die Messungen des Verteilnetzbetreibers bestehen und werden rechnerisch zusammengefasst, statt physisch über einen gemeinsamen Anschlusspunkt zu laufen. Der Begriff stammt aus der Praxis der Netzbetreiber, das Energiegesetz selbst verwendet ihn nicht. Welche Variante möglich ist, legt der zuständige Verteilnetzbetreiber fest.
Eine LEG nach Artikel 17d des Stromversorgungsgesetzes, in Kraft seit dem 1. Januar 2026, verbindet Endverbraucher, Erzeuger erneuerbarer Elektrizität und Speicherbetreiber im gleichen Netzgebiet, auf der gleichen Netzebene und örtlich nahe beieinander. Die Ausdehnung umfasst höchstens das Gebiet einer Gemeinde.
Nach Artikel 17d StromVG muss jeder Teilnehmer über ein intelligentes Messsystem verfügen, mit dem der Verteilnetzbetreiber ihn ausrüstet. Die Abrechnung gegenüber dem Netz läuft über diese Messsysteme, nicht über private Unterzähler.
Er misst hinter dem Anschlusspunkt: einzelne Wohnungen und Gewerbeeinheiten, Ladestationen, Wärmepumpen, Photovoltaik und Speicher. Diese Werte sind die Grundlage für die interne Abrechnung, für die Kontrolle der Verteilschlüssel und für das Monitoring. Die Abgrenzung gegenüber dem Netz bleibt Sache des Verteilnetzbetreibers.
Eine Ausführung mit Zweirichtungsmessung und Lastgangspeicher. Damit sind Produktion, Eigenverbrauch und Einspeisung getrennt nachvollziehbar, und bis zu vier Tarife lassen sich auf Bezug und Lieferung verteilen.
Ja. Die Nacheichfrist von zehn Jahren nach Artikel 6 EMmV hängt am Messmittel und nicht daran, wer es betreibt. Wird mit den Werten abgerechnet, muss der Zähler gültig geeicht sein.
Rechtliche Angaben nach Energiegesetz (EnG, SR 730.0) Art. 17 und 18, Stromversorgungsgesetz (StromVG, SR 734.7) Art. 17d und 17e sowie der Verordnung des EJPD über Messmittel für elektrische Energie und Leistung (EMmV, SR 941.251) Art. 6 und 13. Stand Oktober 2026. Massgebend ist der jeweils geltende Gesetzestext; die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung.
Sagen Sie uns, wohin die Daten sollen – Leittechnik, Abrechnung, Cloud oder alles drei. Danach richtet sich die Schnittstelle.
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