Die wichtigsten Register
Die Register für Modbus TCP und Modbus RTU sind identisch. Alle hier genannten Register sind nur lesbar und werden mit Funktionscode 03 (Read Holding Registers) abgefragt.
| Messwert | Register | Datentyp | Einheit |
|---|---|---|---|
| Wirkenergie Bezug L123 total | 6000 | uInt64 (4 Register) | Wh |
| Wirkenergie Bezug L123 Tarif 1 | 6004 | uInt64 | Wh |
| Wirkenergie Lieferung L123 total | 6020 | uInt64 | Wh |
| Wirkenergie Bezug L123 total | 8000 | uInt32 (2 Register) | kWh |
| Wirkenergie Lieferung L123 total | 8010 | uInt32 | kWh |
| Wirkleistung L123 | 9000 | float | W |
| Strom L123 | 9100 | float | A |
| Spannung L1-N | 9200 | float | V |
| Leistungsfaktor L1 | 9300 | float | – |
| Frequenz | 9310 | float | Hz |
| Seriennummer | 5000 | uInt32 | – |
Das Handbuch zählt die Register ab 1. Beginnt Ihr Modbus-Client bei 0, ziehen Sie eins ab: Register 6000 wird zu 5999. Der Zähler liefert Big Endian, die Wortreihenfolge ist MSB vor LSB.
Stimmt die Auslesung? Die Testregister
Ab Register 4000 liegen feste Testwerte. Kommt dort etwas anderes zurück, sind fast immer Byte- oder Wortreihenfolge, Datentyp oder Anzahl Register falsch eingestellt.
| Register | Datentyp | Erwarteter Wert |
|---|---|---|
| 4000 | uInt32 | 4042260735 |
| 4006 | sInt32 | -42260735 |
| 4012 | uInt64 | 17361393123323912609 |
| 4036 | float | 1.234567 |
| 4040 | float | -1234567.89 |
Beispiel mit modpoll
Wirkleistung total als float und Wirkenergie Bezug total als 64-Bit-Wert:
modpoll -1 -m tcp -t 4:f32 -i -f -r 9000 -c 1 <IP des Zählers>
modpoll -1 -m tcp -t 4:i64 -u -i -f -r 6000 -c 1 <IP des Zählers>
Lastgang über Modbus
Ab Register 5900 steht der letzte abgeschlossene Eintrag des Lastgangs: Zeitstempel, Wirk- und Blindenergie in Tarif 1 und 2, Leistung, Strom, Spannung, Leistungsfaktor und Frequenz. Bei Zählern mit einer Seriennummer über 24000000 lassen sich auch ältere Einträge holen: Index mit Funktionscode 16 in Register 11098 schreiben, warten, bis derselbe Index zurückgelesen wird, dann ab Register 11100 auslesen.
Grössere Mengen holen Sie bequemer per HTTP: http://<IP>/data/ liefert bis zu 3000 Lastgang-Einträge pro Abfrage. Mehr dazu auf der Seite MID-Stromzähler mit Lastgang.
Netzwerk einrichten
- Ab Werk holt sich der Zähler seine IP-Adresse per DHCP. Sie steht am Display unter «Einstellungen» → «IP-Adresse».
- In der Weboberfläche lassen sich eine feste IP-Adresse, der Modbus-Port und das TCP-Timeout (10 bis 600 Sekunden, ab Werk 10) einstellen.
- Ein NTP-Server hält die Uhr synchron. Er muss eine eichgültige Referenzzeit verwenden.
- Ein Zugriffsschutz mit Passwort schützt die Weboberfläche (HTTP Basic Auth, Benutzer admin).
Aus Sicherheitsgründen lässt sich der Tarif über Modbus TCP nicht umschalten. Das geht nur über die Tarifeingänge oder bei passenden Modbus-RTU-Zählern.
Direkt oder über das M-Center?
Ein Professional II TCP/IP pro Messstelle ist ideal, wenn überall Netzwerk liegt und nur wenige Zähler zusammenkommen. Bei vielen Zählern oder gemischten Medien sammelt das M-Center alle Werte ein und stellt sie über eine einzige IP-Adresse per Modbus TCP bereit.
Bestellnummern
| Ausführung | Artikelnummer | Im Shop |
|---|---|---|
| EMU Professional II 3/100 TCP/IP – Direktanschluss 100 A | P20A000T | Im Shop: EMU Professional II 3/100 TCP/IP P20A000T → |
| EMU Professional II 3/5 TCP/IP – Wandleranschluss | P21A000T | Im Shop: EMU Professional II 3/5 TCP/IP P21A000T → |
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