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Schnittstellen für Zähler erklärt

Wie kommen die Werte vom Zähler ins Leitsystem, in die Abrechnung oder in die Cloud? Hier erklären wir die fünf Schnittstellen, die in Zählerprojekten am häufigsten vorkommen: was sie können, wo ihre Grenzen liegen und wofür sie sich eignen.

Die fünf Schnittstellen in einem Satz

  • M-Bus: Zählerbus nach EN 13757 mit zwei Adern und Speisung über den Bus, der Standard für Abrechnungszähler in Gebäuden.
  • RS485 und Modbus RTU: serieller Feldbus aus der Automation, ein Master fragt bis zu 247 Geräte nacheinander ab.
  • Modbus TCP: dasselbe Modbus über Ethernet, Port 502, mehrere Systeme können gleichzeitig abfragen.
  • BACnet: Standard der Gebäudeleittechnik, beschreibt jeden Wert als Objekt mit Name und Einheit.
  • LoRa und LoRaWAN: Funknetz für kleine Datenmengen über grosse Distanzen, ohne Kabel zum Zähler.

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Welche Schnittstelle passt wofür?

SchnittstelleÜbertragungTypischer EinsatzStärke
M-Bus2 Adern, Linie, Stern oder BaumAbrechnung in Wohn- und GewerbebautenSpeisung über den Bus, freie Topologie
RS485 / Modbus RTU2 Adern plus Bezugsmasse, LinieSchaltschrank, Industrie, SPSrobust und sehr verbreitet
Modbus TCPEthernetLeittechnik, SCADA, Energiemanagementschnell, mehrere Clients gleichzeitig
BACnetEthernet (BACnet IP) oder RS485 (MS/TP)GebäudeleittechnikWerte beschreiben sich selbst
LoRaWANFunk, 868 MHzNachrüstung ohne Kabelkeine Verkabelung, grosse Reichweite

Die Tabelle zeigt die typische Verwendung. Welche Schnittstelle in Ihrem Projekt richtig ist, hängt vor allem vom Zielsystem ab: Was die Leittechnik, die Abrechnung oder die Cloud entgegennehmen kann, bestimmt den Weg der Daten.

Leitung oder Protokoll: was beschreibt welcher Begriff?

Viele Begriffe beschreiben nur eine Ebene. RS485 und Ethernet legen fest, wie die Bits über die Leitung gehen. Modbus und BACnet legen fest, was in den Telegrammen steht. Deshalb gibt es Modbus über RS485 (Modbus RTU) und über Ethernet (Modbus TCP), und BACnet ebenfalls über beide Wege.

Bei M-Bus und LoRaWAN gehören Übertragung und Protokoll zusammen: M-Bus ist Leitung und Datenformat in einem, LoRaWAN baut immer auf der Funktechnik LoRa auf.

Mehrere Schnittstellen in einem Projekt

In der Praxis treffen oft verschiedene Welten aufeinander: Wärme- und Wasserzähler mit M-Bus, Stromzähler mit Modbus und eine Leittechnik, die BACnet erwartet. Ein Datenlogger und Gateway wie das EMU M-Center liest M-Bus, Modbus RTU und Modbus TCP und gibt die Werte per BACnet IP, Modbus TCP oder MQTT weiter.

Den Stromzähler EMU Professional II gibt es mit M-Bus, RS485 (Modbus RTU), TCP/IP (Modbus TCP und MQTT) und LoRa. So lässt sich die Schnittstelle nach dem Projekt wählen und nicht umgekehrt.

Häufige Fragen


Welche Schnittstelle ist für Stromzähler am besten?

Es gibt keine beste Schnittstelle, nur eine passende. Für die Abrechnung vieler Zähler in einem Gebäude ist M-Bus üblich, für eine SPS im Schaltschrank Modbus RTU, für die direkte Anbindung ans Netzwerk Modbus TCP oder MQTT und für die Nachrüstung ohne Kabel LoRaWAN.

Was ist der Unterschied zwischen M-Bus und Modbus?

M-Bus ist ein Zählerbus nach EN 13757, bei dem der Master die Zählerschnittstellen über die Leitung speist. Modbus ist ein Protokoll aus der Automation, das über RS485 oder Ethernet läuft. Die beiden sind nicht kompatibel; ein Gateway wie das EMU M-Center verbindet sie.

Und was ist mit MQTT?

MQTT ist kein Feldbus, sondern ein Protokoll im Netzwerk, mit dem Geräte ihre Werte an einen Broker senden. Wir erklären es im Beitrag MQTT für Energiedaten.

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SEITEWas ist M-Bus?Zählerbus, Adressierung, Buslast und Topologie SEITEWas ist RS485 und Modbus RTU?Verkabelung, Abschluss, Register und Funktionscodes SEITEWas ist Modbus TCP?Port 502, MBAP-Kopf, Gateways und Netzwerk SEITEWas ist BACnet?Objekte, BACnet IP, MS/TP und BBMD SEITEWas ist LoRaWAN?Gateways, OTAA, Klassen und Reichweite SEITEGlossar100 Begriffe in je ein bis zwei Sätzen

Welche Schnittstelle passt zu Ihrem Projekt?


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